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Aktueller Forschungsstand zum Wirkungsmechanismus   

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Die Buteyko-Methode zielt darauf ab, die Atmung im Falle von chronischer Hyperventilation (Überatmung) zu normalisieren, indem das Atemminutenvolumen verringert wird (Luftvolumen, das pro Minute ausgetauscht wird). Dies geschieht, indem über möglichst lange und regelmäßige Phasen entspannt aber mit dem Wunsch nach etwas mehr Luft geatmet wird.

Grundlage hierfür ist die Annahme, dass sich das Atemzentrum in einem Anpassungsprozess an ein ungünstiges Atemmuster verbunden mit Hyperventilation und damit an ein in Richtung Hypokapnie (Kohlendioxidmangel) verschobenes Gleichgewicht gewöhnt hat. Dies kann z.B. in einer län­ger andauernden Stressphase geschehen sein. Die Buteyko-Methode zielt darauf ab, diesen Anpassungsprozess wieder rückgängig zu machen.

Asthma ist kein anerkanntes Symptombild von chronischer Hyperventilation. Trotzdem ging Buteyko in seiner Atemlehre davon aus, dass chronische Hyperventilation eine entscheidende Rolle bei der Ent­stehung von Asthma spielt. Grundlage für diese Annahme bilden die Beobachtungen,

  • dass Hyperventilation Asthmaanfälle verstärken oder sogar auslösen kann (s. Literaturliste )

  • dass Asthmatiker auch in anfallsfreien Zeiten tendenziell hyperventilieren (z.B. Thomas et al., 2001)

  • dass Asthmasymptome sich bessern bzw. verschwinden, wenn das Atemminuten­volumen gesenkt wird (Bowler et al., 1998).

Buteyko selbst hat den Schwerpunkt seiner Forschung auf die Rolle des Kohlendioxids gelegt und in der Veränderung des pCO2 den Grund für die Wirksamkeit dieser Atem­methode gesehen. Aber nicht nur der pCO2 wird durch die Atmung beeinflusst. Auch z.B. Stickstoffmonoxid (NO), dem eine wichtige Rolle beim Asthma zugeschrieben wird, kann mit dem Atemmuster verändert werden. Darüber hinaus beeinflusst die Art, wie wir atmen, auch den Wasser- und Wärmehaushalt in den Atemwegen und damit die Klimatisierung der Atemluft. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Bestandteile des Lungensurfactant, der die Lungenbläschen auskleidet und für ihre Funktionsfähigkeit wichtig ist, günstig beeinflusst werden, wenn die Atmung normalisiert wird. Nicht zuletzt könnte auch ein gewisses Hypoxietraining eine Rolle beim Wirkungsmecha­nismus der Methode spielen.

Während die Wirksamkeit der Methode eindeutig nachgewiesen werden konnte, gibt es noch viele offene Fragen im Hinblick auf den Wirkungsmechanismus, und zukünftige Forschungs­arbeiten müssen zeigen, was letztlich die entscheidenden Faktoren für die Wirksamkeit der Buteyko-Methode sind.

  Aktuelles

18 Jahre Atemweite
Atemweite ist volljährig!
Dies feiern wir am 21. Mai 2017.
Fernsehbeitrag
Ein Filmteam des NDR war bei uns in einem Kurs. Die Filme waren bzw. sind zu sehen unter: "Hallo Niedersachsen" und im ARD-Mittagsmagazin
Artikel in der Zeitschrift BIO
Umfassender Artikel über die Buteyko-Methode mit Interview mit Dr. Silvia Smolka in der Zeitschrift BIO erschienen (Okt./Nov. Nr. 5/2008)
Buteyko und Frolov sind nicht dasselbe
Siehe häufige Fragen

  Aktuelle Termine

Wochenendkurse:
Anwender-Kurse in Braunschweig
31. August - 2. September 2017
12. - 14. Oktober 2017
Kurs in Stuttgart
Voraussichtlich Frühjahr 2018
Infostand
Voraussichtlich Oktober 2017
3. Braunschweiger Gesundheits- und Wellnesstag, Brunsviga, Karlstr.  35, Braunschweig
9. Ausbildungszyklus zum/r Buteyko-Atemlehrer/in
1. Abschnitt voraussichtl. 2.-4. Februar 2018
Nächste Fortbildung für Buteyko-AtemlehrerInnen
17.-18. März 2018

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