Header_300px.jpg

Persönlicher Weg

persoenlicher wegDr. Silvia Smolka
Mein persönlicher Weg zur und mit der Buteyko-Methode

Seit dem Alter von 4 Jahren litt ich immer wieder unter Allergien ungeklärter Ursache die einige Krankenhausaufenthalte nötig machten. Ekzeme machten mir seit meiner frühen Kindheit zu schaffen. In meiner Jugend kamen Allergien gegen fast alle Haustiere, Pollen und Hausstaub hinzu, die sich zuerst in chronischem Schnupfen und später auch in Atembeschwerden äußerten. Bereits als Kind wurde mir Nasenspray verordnet, ohne das ich bald nicht mehr auskam und von dem ich immer höhere Dosen benötigte. Während des Studiums folgten Tabletten gegen Asthma und eine Hyposensibilisierung, die aber keine grundsätzliche Besserung brachten. Vielmehr kam nun eine Neurodermitis schlimmster Ausprägung hinzu, die sich über meinen gesamten Körper ausbreitete. Die Ärzte verschrieben Kortison. Hoffnung auf eine grundlegende Besserung machten sie mir nicht. Ich müsse lernen damit zu leben, war ihre einhellige Meinung. Allergien gegen Nahrungsmittel und Hausstaubmilben, die ich als Auslöser im Verdacht hatte, wurden als Ursache für eine Neurodermitis zu dieser Zeit (1984) von meinen Ärzten noch ausgeschlossen. Die durchgeführten Allergietests (Prick und Rast) brachten zwar viele positive Reaktionen aber kaum Korrelationen zur tatsächlichen Verträglichkeit der Nahrungsmittel.


Die Hilflosigkeit der konventionellen Medizin veranlassten mich, selbst nach Alternativen zu suchen. Wie viele von chronischen Krankheiten Betroffene probierte ich das ganze Spektrum alternativer Heilmethoden aus: in Eigenregie durchgeführtes Fasten mit anschließender Ausschlussdiät, eine Rohkostdiät, makrobiotische Ernährung, Homöopathie, Akupunktur, Eigenblutspritzen, autogenes Training, Bioresonanztherapie, Tai Chi, Atemtherapie nach Middendorf, Yoga und eine Atemtherapie speziell für Asthmatiker. Unter diesen Methoden führten die Akupunktur, das autogene Training, Yoga und eine gesunde Ernährung unter Meidung selbst bestimmter unverträglicher Nahrungsmittel und die Nutzung von hausstaubmilbendichten Bettüberzügen zu einem Verschwinden der Neurodermitis.

Seit den Schwangerschaften litt ich später aber vermehrt unter Atembeschwerden, es wurde die Diagnose chronisches Asthma bronchiale gestellt. Bronchienerweiternde und Kortison-Sprays wurden mir zum Dauergebrauch verschrieben. Da die Probleme anfangs nur hin- und wieder auftraten, ließ ich mich auf die Anwendung nach Bedarf ein. Nach und nach erhöhte sich aber die benötigte Dosis. Meine Angst, einerseits meine Kinder zu schädigen, die ich lange stillte, um sie vor Allergien zu schützen und andererseits wieder wie schon beim chronischen Schnupfen in eine Medikamentenabhängigkeit hineinzurutschen, veranlassten mich zu einer erneuten Suche nach einer alternativen Methode - dieses Mal im Internet.


Dabei stieß ich auf die Buteyko-Atemmethode. Eine Anleitung, die Nase frei zu machen, führte sofort zum Erfolg. Innerhalb weniger Tage verschwand der chronische Schnupfen vollständig und nachdem ich die Methode einige Zeit angewendet hatte, besserte sich auch das Asthma soweit, dass ich nach und nach zunächst die bronchienerweiternden Medikamente und dann das Kortisonspray reduzieren und schließlich ganz weglassen konnte. Eine Lungenfunktionsprüfung bestätigte das subjektive Gefühl, keine Medikamente mehr zu brauchen.

Ich konnte nicht glauben, dass eine so wirksame und doch so einfache Methode im Bereich der konventionellen Medizin nicht bekannt war. Nun wollte ich es genau wissen. Was waren die physiologischen Hintergründe, was der Wirkungsmechanismus? Konnte diese Selbsthilfemethode womöglich wirklich allgemein bei Asthma oder auch anderen Krankheiten helfen, wie es ihre Vertreter behaupteten? Wissenschaftliche Neugier, aber vor allem das Bedürfnis, meine Erfahrungen an andere Betroffene weiterzugeben und Dankbarkeit für meinen eigenen Erfolg mit dieser Methode veranlassten mich, mich für die Practitioner-Ausbildung anzumelden. So nahm ich im März 1999 an einem Practitioner-Kurs in Oxford in England teil, wo diese Ausbildung von Rosalba Courtney, Leonid Motin und Lola Motina für Teilnehmer aus biologisch und medizinisch ausgerichteten Berufen angeboten wurde. Bei diesem Kurs lernte ich die Physiotherapeutin Catherine Burckhardt kennen, die wie es der Zufall wollte wie ich aus Braunschweig kam.


Seit Mitte 1999 unterrichten Catherine Burckhardt und ich die Methode gemeinsam oder einzeln in Braunschweig und anderen Orten. Jahrelang waren wir die einzigen Buteyko-Lehrerinnen im deutschsprachigen Raum und haben viel Zeit darauf verwendet, über sie mit Vorträgen, Pressearbeit und Infoständen zu informieren. Aber die Anerkennung einer solchen neuen Methode, die zudem vielem widerspricht, was sonst über die Atmung vermittelt wird und an dem niemand viel Geld verdienen kann, ist ein langsamer Prozess.

Ich habe daher in den letzten Jahren einen Schwerpunkt meiner Arbeit auf die Erarbeitung von Informationsmaterial und die Bereitstellung von Lern- und Ausbildungsmöglichkeiten gelegt. Mit der Buteyko-Lehrer-Ausbildung, die ich seit 2005 anbiete, und dem Tätigwerden der AbsolventInnen erhalten wir  zunehmend Verstärkung. Mit deren Unterstützung ebenso wie mit Unterstützung ehemaliger erfolgreicher Kursteilnehmer unserer Anwenderkurse gewinnt diese Methode zunehmend auch bei uns an Bekanntheit. Ich wünsche mir, dass diese so wirkungsvolle Methode ihren festen Platz findet und die Erkenntnisse daraus allen Menschen zugänglich werden.

Mein Werdegang

 


Catherine Burckhardt
Mein persönlicher Weg zur Buteyko-Methode

Nachdem ich in Amerika mein Diplom in Biologie gemacht hatte, ließ ich mich noch als Physiotherapeutin ausbilden. Nach dieser Ausbildung arbeitete ich zunächst in zwei Krankenhäusern in Chicago und später in einer weiteren Klinik in Südafrika. Während meiner Arbeit in Chicago lag mein Schwerpunkt bei den Lungen-Krankheiten und ihrer Behandlung. Diese Arbeit setzte ich in Südafrika fort, wo Atemtherapie ein fester Bestandteil meiner Arbeit war.

Leider muss ich zugeben, dass das, was ich als Physiotherapeutin Asthmatikern anzubieten hatte, nicht mehr war als ein paar Übungen, die zwar vielleicht ein bisschen Entspannung und Erleichterung gebracht haben, die aber keinen direkten Einfluss auf das Asthma selbst hatten.


Als meine jüngere Tochter mit zwei Jahren Asthma bekam, hatte ich plötzlich ein persönliches Interesse an dem Thema Asthma. Aber was hatte ich ihr anzubieten? Mein Mann und ich fühlten uns hilflos, wenn sie Atemnot hatte. Als Eltern waren wir dankbar, dass es Medikamente gab, die die Symptome linderten. Ich ahnte aber, dass diese Medikamente auf Dauer nicht gut für sie sein würden, aber wir kannten keine Alternative. Wir versuchten es mit Homöopathie und Heilkräutern, aber erreichten keine Besserung. Die Hömeopathin, die meine Tochter behandelte, kam damals zu dem Schluss, dass das Asthma "zu weit" war, als dass sie meiner Tochter noch hätte helfen können. Die einzige Hoffnung, die uns noch blieb, war, dass sie irgendwann aus ihrem Asthma herauswachsen würde.

Als unsere Tochter 9 Jahre alt war, schien sich diese Hoffnung tatsächlich zu erfüllen. Sie hatte keine Asthmaanfälle mehr und von Infekten, nach denen sie früher wochenlang gehustet hätte, erholte sie sich jetzt schneller. Ich reduzierte langsam ihre Medikamente. Mit 11 Jahre hat sie jetzt selten Beschwerden, und wenn, hilft es ihr bereits grundlegend, wenn sie mit Hilfe der Buteyko-Methode dafür sorgt, dass sie ausschließlich durch die Nase atmet.


Ein paar Jahre zuvor hatte ich in der amerikanischen Zeitschrift "Mothering" erstmals von der Buteyko-Methode gelesen. Es war ein Artikel von Dr. Rosalba Courtney, einer Osteopathin in Australien. Ich war sofort fasziniert, weil dort zum ersten Mal von einer Möglichkeit zur Heilung des Asthmas die Rede war. Es erschien wie eine Befreiung von der bisherigen Resignation und Einstellung auf ein Leben mit Asthmamedikamenten und körperlichen Einschränkungen.

Meine Suche im Internet nach mehr Informationen über die Methode brachte mich auf die Webseite und Email-Liste von Peter Kolb. Die persönlichen Berichte von Betroffenen dort waren so überzeugend, dass ich diese Methode erlernen wollte, um sie an andere weitergeben zu können.


Ich war dann froh, als Dr. Courtney, die Autorin des erwähnten Artikels, einen Trainingskurs anbot für Menschen aus dem medizinisch-biologischen Bereich, d.h. Personen mit den notwendigen Physiologie-Kenntnissen. Den Kurs habe ich im März 1999 in Oxford in England besucht, und seitdem arbeite ich mit Dr. Smolka in Braunschweig zusammen. Wir sind froh, dass wir die Buteyko-Methode hier in Deutschland vorstellen dürfen. Ich bin überzeugt, dass die Methode vieles anzubieten hat, nicht nur für Asthmatiker, sondern auch für Menschen mit manchen anderen Gesundheitsproblemen. Mein Traum wäre, dass diese Methode eines Tages ihren festen Platz in der Behandlung von Asthma findet.

  Aktuelles

18 Jahre Atemweite
Atemweite ist volljährig!
Dies feiern wir am 21. Mai 2017.
Fernsehbeitrag
Ein Filmteam des NDR war bei uns in einem Kurs. Die Filme waren bzw. sind zu sehen unter: "Hallo Niedersachsen" und im ARD-Mittagsmagazin
Artikel in der Zeitschrift BIO
Umfassender Artikel über die Buteyko-Methode mit Interview mit Dr. Silvia Smolka in der Zeitschrift BIO erschienen (Okt./Nov. Nr. 5/2008)
Buteyko und Frolov sind nicht dasselbe
Siehe häufige Fragen

  Aktuelle Termine

Wochenendkurse:
Anwender-Kurse in Braunschweig
31. August - 2. September 2017
12. - 14. Oktober 2017
Kurs in Stuttgart
Voraussichtlich Frühjahr 2018
Infostand
Voraussichtlich Oktober 2017
3. Braunschweiger Gesundheits- und Wellnesstag, Brunsviga, Karlstr.  35, Braunschweig
9. Ausbildungszyklus zum/r Buteyko-Atemlehrer/in
1. Abschnitt voraussichtl. 2.-4. Februar 2018
Nächste Fortbildung für Buteyko-AtemlehrerInnen
17.-18. März 2018

Alle Termine